Warum benötigt man ein Marketingkonzept?

Das Marketing umfasst unzählige Bereiche wie zum Beispiel die Suchmaschinenoptimierung, Direkt- und Performance Marketing, E-Mail-Marketing oder auch die Klassischen Medien. Durch diese große Auswahl verschiedener Marketingtechniken verlieren Werbetreibende häufig den Überblick. Sie investieren Zeit und Geld in Marketing, ohne die gesetzten Ziele zu erreichen. Um solche Fehlversuche zu vermeiden ist es ratsam, ein tragfähiges Marketingkonzept zu erstellen.


Das Marketingkonzept - Leitfaden für alle Marketingaktivitäten

Das Marketingkonzept ist der Leitfaden, an dem alle Marketingaktivitäten eines Unternehmens ausgerichtet werden. Nutzen Sie meine Erfahrungen bei der Erstellung Ihres Marketingkonzeptes – Von der Situationsanalyse (SWOT) über die Zielsetzung bis zur Ableitung geeigneter Kommunikationsmaßnahmen.

Folgende Fragen sollten zunächst beantwortet werden:

1. Was ist unsere Zielgruppe?
2. Wie sehen die Bedürfnisse unserer Zielgruppe aus?
3. Wo steht unser Unternehmen zur Zeit und wie steht es zum Wettbewerb?
4. Wie wurden die Unternehmensziele im Marketing definiert und konnten diese in der Vergangenheit auch erreicht werden?
5. Wie gestalten sich die Erfahrungen aus bereits durchgeführten Marketingmaßnahmen?
7. Welche Faktoren wirken sich unmittelbar auf die Kundenbindung aus?

In 6 Schritten das Marketingkonzept erstellen.

1. Situationsanalyse

SWOT Analyse

SWOT-Analyse bedeutet, die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und die Risiken eines Unternehmens zu erarbeiten. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich die Ziele eines Unternehmens definieren und die Maßnahmen ableiten. Die Abkürzung SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Die SWOT Analyse ist die Grundlage zur Erstellung eines Marketingkonzeptes.

Marktanalyse erstellen

Informieren Sie sich regelmäßig über den Markt. Wohin entwickelt er sich. Was bieten Ihre Mitbewerber an. Sind politische und gesetzliche Änderungen zu erwarten, die sich auf Euer Business auswirken?

Zunächst sollten Sie Klarheit schaffen, wo Ihr Unternehmen heute steht. Sind Sie ein Start-up oder ein etabliertes Unternehmen mit einer bekannten Marke? Steht Ihr Unternehmen für Produkte im unteren Preissegment, besetzt es eine Nische oder ist es auf dem Premium-Markt unterwegs? Wodurch kommt Ihr Markterfolg? Durch Innovation und Markenstärke, durch Wecken von Begehrlichkeiten oder durch Kundenloyalität? Wo liegt Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Kundenbedürfnisse ermitteln

Es gilt wie eh und je: Der Kunde ist König. Suchen Sie mit ihm den Dialog und fragen Sie nach seinen Bedürfnissen und Anforderungen. Dies kann im direkten Kundengespräch auf einer Messe oder am Telefon stattfinden. Auch eine Onlineumfrage ist ein gutes Instrument um Kundenwünsche zu erfragen.

2. Visionen definieren

Wo wollen Sie mit Ihrem Unternehmen in 5 oder in 10 Jahren stehen? Formulieren Sie, wohin Ihr Unternehmen gehen will, welche Weiterentwicklung gewünscht ist und welche Utopien möglich sein können. Die Formulierung kann hier sehr ehrgeizig sein.


3. Marketingziele

Jetzt werden konkrete Marketingziele festgelegt. Dazu erfolgt zunächst einmal die Bestimmung der spezifischen Marktsegmente. Die festgelegten Ziele können sowohl quantitativer als auch qualitativer Natur sein. Zu quantitativen Zielen zählen zum Beispiel bestimmte Umsatzahlen oder der Absatz. Qualitative Ziele umfassen Dinge wie Kundenzufriedenheit oder Image. Im Gegensatz zu den Visionen ist eine Zielformulierung sehr konkret.

Beispiele für Ziele:
  • 1000 Leads im Jahr zu gewinnen
  • 50 Kunden für Produkt B begeistern
  • pro Monat eine Pressemeldung veröffentlichen
  • pro Quartal einen Fachartikel publizieren
  • Steigerung des Presseverteilers um 20 Prozent im Planungszeitraum
  • Partnernetzwerk ausbauen, etc.

4. Maßnahmen planen

Im Anschluss an die Planung der Ziele werden konkrete operative Maßnahmen festgelegt, um diese umzusetzen. Die Festlegung wird als Marketing-Mix bezeichnet und setzt sich aus den grundlegenden Instrumenten: Produktpolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik und Distributionspolitik zusammen. Das können zum Beispiel sein:

Offline-Maßnahmen
  • Messeauftritte, Mailingaktionen (mit Gewinnspiel)
  • 50 Kunden für Produkt B begeistern
  • Beilagen, Flyer
  • Roadshows, Kundenservice, Interviews
  • Fachartikel für die Presse
  • Kontakte zur Presse ausbauen
  • Whitepaper, Bücher, Award ausloben
  • Kooperationen
Online-Maßnahmen
  • Websiteoptimierung
  • Usability der Website steigern
  • E-Commerce, Content Marketing
  • SEO und SEA, E-Mail-Marketing
  • Videos vom Unternehmen und von den Produkten
  • Mobile Marketing, Banneranzeigen
  • Social Web-Aktivitäten
  • Webinare und E-Books

Sind die Maßnahmen formuliert, ist nun ein Aktionsplan zu erstellen. Hier wird festgelegt, wann welche Maßnahme durchgeführt werden. Haben Sie für Ihre Maßnahmen genug Know-how und Manpower im Unternehmen oder ist es notwendig, spezialisierte Dienstleister mit ins Boot zu nehmen? Benötigen Sie zum Beispiel eine Presseagentur oder eine Suchmaschinenmarketing-Agentur? Legen Sie in diesem Aktionsplan auch fest, wer für welche Maßnahme verantwortlich ist. Oft scheitern Projekte an der mangelnden Durchsetzungskraft der zuständigen Mitarbeiter oder Organisationseinheiten. Je früher Sie die Mitarbeiter für die Projekte begeistern und an Bord holen, desto besser.


5. Finanzierung kalkulieren

Auf Basis der Maßnahmen sollten Sie nun das notwendige Budget für den Planungszeitraum kalkulieren. Gehen Sie Schritt für Schritt die Maßnahmen durch und kalkulieren Sie die Kosten. Holen Sie sich dazu auch Angebote der Dienstleister ein. Eventuell müssen auch Maßnahmen gestrichen oder auf das nächste Jahr verlegt werden, wenn das Budget nicht ausreicht.

6. Permanentes Controlling

Beobachten Sie die Marketing-Maßnahmen kontinuierlich und dokumentieren Sie die Ergebnisse. Soll-/Ist-Vergleiche zeigen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder ob Kurskorrekturen nötig sind. Hier wird auch deutlich, ob alle Organisationseinheiten, die in die Projekte eingebunden sind, zur positiven Entwicklung beitragen. Quelle: marketing-boerse.de


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